Soziale Netzwerke: Ein Ratgeber für Eltern
Während sich durch Online-Gemeinden der Freundes- und Bekanntenkreis erweitern lässt, wird man dort auch sichtbar für Personen, die nichts Gutes im Schilde führen. Wir haben einige Hinweise, wie Sie Ihre Kinder bei der Nutzung schützen können.
Online-Gemeinden: Vorsichtsmaßnahmen für die Eltern
“Es ist zehn Uhr abends – Wissen Sie, wo Ihre Kinder sind?”
Kennen Sie diesen Spruch noch aus Ihrer eigenen Kindheit? Diese Frage ist nach wie vor aktuell, heutzutage müsste man sie jedoch ergänzen: “Wissen Sie, wo Ihre Kinder sind – und, mit wem sie sich gerade unterhalten?”
“Social Networking”-Seiten sind derzeit die angesagteste “Kontaktbörse” bei Jugendlichen und Heranwachsenden. Dort hat man die Möglichkeit und wird sogar dazu ermuntert, persönliche Informationen per Blog, Chat, E-Mail oder Messenger mit der großen, weiten Welt auszutauschen. Während sich dadurch der Freundes- und Bekanntenkreis erweitern lässt, besteht auch die Gefahr, dass diese Informationen von undurchsichtigen Zeitgenossen missbraucht werden – möglicherweise sogar von Sexualstraftätern.
Unterstützen Sie Ihre Kinder in der virtuellen Gemeinde
Wir empfehlen Eltern, mit ihren Kindern über diese Internetangebote zu sprechen und hat dafür folgende Hinweise zusammengestellt:
- Stellen Sie den PC nicht im Kinderzimmer auf, sondern z.B. im Wohnzimmer oder in der Küche, wo Sie ein Auge darauf haben können, welche Seiten Ihre Kinder besuchen und was sie dort tun.
- Nutzen Sie das Internet zusammen mit Ihren Kindern. Seien Sie offen für die Technik im Internet, sodass Sie den Überblick behalten können, was Ihre Kinder dort machen.
- Sprechen Sie mit Ihren Kindern über deren Online-Gewohnheiten, wenn sie sich in Online-Gemeinden bewegen, und erklären Sie, warum es wichtig ist, persönliche Angaben wie Name, Geburtstag, Telefonnummer oder auch Dinge wie Konto- oder Kreditkartennummer besser für sich zu behalten. Das gilt auch für entsprechende Informationen über Angehörige und Freunde.
Auch mit anderen Dingen sollte vorsichtig umgegangen werden, beispielsweise mit Angaben zu Schule, Vereinen, Orten an denen sie arbeiten oder ihre Freizeit verbringen sowie jede Art von Hinweisen, die es ermöglichen, Rückschlüsse auf die Person oder den Wohnort zu ziehen.
- Achten Sie darauf, dass die von Ihren Kindern gewählten Benutzernamen nicht zuviel preisgeben. Stellen Sie dar, warum es unpassend, wenn nicht gar gefährlich sein kann, den wirklichen Namen, das Alter oder den Wohnort zu verwenden. Auch wenn Ihre Kinder meinen, dass ihr Benutzername allgemein genug ist, um nicht erkannt zu werden, muss man kein Genie sein, um aus verschiedenen Hinweisen auf Ihr Kind und dessen Aufenthaltsort zu schliessen.
- Nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen, um festzulegen, wer die Internetseiten Ihrer Kinder besuchen bzw. dort antworten darf. So können Sie beispielsweise Freunden von der Schule, Vereinen usw. den Zugriff erlauben, Fremde aus der Nachbarstadt oder -schule jedoch ausschliessen.
- Ihre Kinder sollten nur solche Angaben machen, die sie selbst – und Sie als Eltern – guten Gewissens preisgeben können. Viele Menschen können diese Informationen einsehen, so auch die Lehrer der Kinder, Behörden, mögliche Arbeitgeber oder Ausbilder.
- Einmal veröffentlicht lassen sich Informationen nicht mehr löschen. Sogar wenn Inhalte auf einer Internetseite gelöscht werden, bleiben ältere Versionen in Zwischenspeichern und Archiven erhalten.
- Warnen Sie Ihre Kinder vor Online-Flirts mit Fremden. Da manche Menschen bewusst falsche Angaben über sich selbst machen, kann man niemals sicher sein, mit wem man es zutun hat.
- Ihre Kinder sollten auf ihr Gefühl vertrauen. Sobald sie sich durch irgendjemanden bedroht oder in irgendeiner Weise unwohl fühlen, sollten sie es Ihnen mitteilen. Sie sollten dann die Polizei und den Betreiber der Internetseite informieren. Dadurch verhindern Sie möglicherweise, dass ein anderes Kind zum Opfer wird.
- Wenn Sie die Befürchtung haben, dass Ihr Kind sich in gefährlicher Weise in der Online-Gemeinde verhält, sollten Sie selbst die Seiten besuchen und nachschauen, welche Informationen Sie dort finden. Versuchen Sie, nach dem Namen, Benutzernamen, Schule, Hobbies oder Ihrem Wohnort zu suchen.
dugg.de Abuse Team
Wenn Sie Fragen zu der Sicherheit bei dugg.de haben oder Ihnen ein direkter Hinweis oder auch nur ein Verdacht vorliegen, wenden Sie sich bitte an unser dugg.de Abuse Team. Dieses erreichen Sie unter der Email Adresse abuse@dugg.de. Sie können aber auch den Verstoß melden Link auf jeder dugg Nickpage nutzen und so einen Verstoß mit nur zwei Klicks mitteilen. Um einen Mißbrauch zu verhindern, müssen Sie für diese Funktion eingeloggt sein.Weitere Quellen zu diesem Thema
- sicher-im-netz.de - Sicherheit für Kinder und Jugendliche
- spiegel.de - Die Netzgemeinde kennt keine Gnade
- klicksafe.de - Tipps für Eltern beim Umgang mit Ihren Kindern